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BND faßt massenhaft Daten im Inland ab

Frankfurt am Main. Mittels der massenhaften Erfassung von Daten an einem Internetknoten in Frankfurt am Main sehe der Bundesnachrichtendienst (BND) die Chance, sich im Verbund der westlichen Geheimdienste zu emanzipieren. Das berichtete das ARD-Magazin Fakt am Dienstag abend. Damit operierte der deutsche Auslandsgeheimdienst im Inland, was ihm gesetzlich verboten ist. Laut einer Einschätzung des britischen Geheimdienstes GCHQ von 2008 habe der BND »enormes technisches Potential und einen guten Zugang zum Herz des Internets – sie sind in der Lage, Glasfaserkabel mit 40 bis 100 Gigabyte pro Sekunde zu überwachen«. Mithilfe der Tarnfirma GTS habe sich der BND Zugang zum einzigen Hersteller von hocheffizienter Überwachungstechnik, dem NSA-Lieferanten NARUS, verschafft. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.11.2013, Seite 4, Inland

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