Zum Inhalt der Seite

»Moderne Sklaverei« im WM-Land Katar

Doha. Schwere Vorwürfe erhebt die britische Tageszeitung Guardian gegenüber Katar, das 2022 die Fußballweltmeisterschaft austrägt. Der Bauboom im Emirat führe zu »moderner Sklaverei«, der schon Hunderte Menschen zum Opfer gefallen seien. Allein zwischen Anfang 4. Juni und 8. August seien 44 nepalesische Gastarbeiter gestorben. Die Hälfte von ihnen starb durch Herzversagen aufgrund von unmenschlichen Bedingungen oder bei Arbeitsunfällen. Bei einem »großen Bauprojekt« für die WM soll gar Zwangsarbeit im Spiel sein. Die Zeitung bezieht sich auf Dokumente der nepalesischen Botschaft. 2,2 Millionen Gastarbeiter würden bis zur WM laut Internationalem Gewerkschaftsbund (IGB) in Katar arbeiten. Zu erwarten seien schlimmstenfalls 600 Todesfälle pro Jahr, wenn die Regierung nicht umgehend handle. (sid/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 27.09.2013, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!