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19.09.2013
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Volleyball
Das Zickzack-Quintett
Dessau. Die deutschen Volleyballer absolvierten ihr letztes Testspiel vor der EM am Dienstag abend »eigentlich viel zu gut«, wie Bundestrainer Vital Heynen feststellte. 3:0 gewann sein Team vor 2712 Zuschauern in Dessau gegen das favorisierte Italien, und nur im ersten Satz ging es knapp zu. Die EM beginnt für die Deutschen morgen, 17 Uhr (Sport.1), an der polnischen Ostsee gegen Olympiasieger Rußland – ein Anlaß, daran zu erinnern, daß in der EM-Geschichte nur die Sowjetunion mehr Titel als Italien errang, nämlich doppelt soviele (12). Der deutsche Kapitän Jochen Schöps ist im polnischen Rzeszow unter Vertrag und vor dem Auftakt recht zuversichtlich: »Wir haben in diesem Sommer bereits mehrfach gegen sie gespielt und wissen, wie wir sie ins Wackeln bringen können.« Schöps selbst wird gegen Rußland nicht dabeisein. Er laboriert an einer Bauchmuskelzerrung, hofft, im Turnierverlauf fit zu werden.Bundestrainer Heynen geht die Sache als Außenseiter an, aber mit breiter Brust: »Wenn wir so spielen, daß ich zufrieden bin, dann müssen Rußland und Bulgarien (Samstag, 15 Uhr, Red.) schon sehr gut sein, um uns zu schlagen.« Die Formkurve seiner Männer könnte allerdings auch dem Zickzack-Kurs bei der Anreise ähneln – um 500 Kilometer Busfahrt zu vermeiden, flog das Team gestern von Berlin über München nach Gdansk. Eine erfahrene Truppe kann man es nicht nennen. »Fast für die halbe Mannschaft ist so ein großes Turnier Neuland«, sagte Heynen mit Blick auf fünf EM-Debütanten in dem 14köpfigen Aufgebot, das er gestern bekanntgab. Es handelt sich um zwei Zuspieler, zwei Außenangreifer und einen Libero: Philipp Collin (Tours/Frankreich) und Tim Broshog (Moerser SC), Björn Höhne (TV Ingersoll Bühl) und Christian Fromm (Citta di Castello/Italien) sowie Tom Strohbach (Generali Haching).
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