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Olympia: Verbot als Mittel

Berlin. Im Zusammenhang mit dem russischen Antihomosexuellengesetz hat IOC-Präsident Jacques Rogge das Protestverbot für Athleten bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi bekräftigt. »Das sollte nicht als Sanktion gesehen werden, sondern eher als Mittel, um Athleten zu schützen, damit sie nicht unter Druck gesetzt werden, die Spiele als Plattform zu nutzen«, erläuterte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees im Tagesspiegel am Sonntag unter Berufung auf Regel 50 der olympischen Charta. Man müsse abwarten, ob und wie das Gesetz künftig umgesetzt werde, vor allem während der Spiele im Februar. »Als Sportorganisation können wir weiterhin daran arbeiten, daß die Spiele ohne Diskriminierung gegen Athleten, Offizielle, Zuschauer und Medien stattfinden.« Er habe »Zusagen von höchsten Regierungsstellen in Rußland, daß diese Gesetzgebung niemanden beeinträchtigen wird, der die Spiele besucht oder daran teilnimmt«. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.08.2013, Seite 16, Sport

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