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Doping: Unter Umständen

Hamburg. Liga-Präsident Reinhard Rauball hat sich für ein Antidopinggesetz stark gemacht, DFB-Chef Wolfgang Niersbach hält nichts davon. Für den Juristen Rauball hätten damit die »Strafverfolgungsbehörden deutlich bessere Beweiserhebungsmöglichkeiten«, beispielsweise bei Durchsuchungen und Beschlagnahmungen. Niersbach hält dagegen: »Wenn es ein solches Anti­dopinggesetz gäbe, würde sich die Frage stellen: Wie schnell kommt man zu einem Urteil? Wir brauchen die Sportgerichtsbarkeit und ihre schnellen Entscheidungen, um den Wettbewerb in Gang zu halten.« Als Beispiel führte Niersbach das Chaos um das Relegationsrückspiel 2012 zwischen Hertha BSC und Fortuna Düsseldorf an: »Wenn das Spiel vor einem Zivilgericht verhandelt worden wäre, hätten wir unter Umständen noch heute kein verbindliches Urteil«. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.08.2013, Seite 16, Sport

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