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NSA-Skandal bedroht US-Kampfjetgeschäft

Brasilia. Der aufgedeckte Internet-Abhörskandal hat die USA beim Verkauf von Kampfflugzeugen im Wert von vier Milliarden Dollar an Brasilien zurückgeworfen. Das Thema stehe nicht auf der Tagesordnung, wenn US-Außenminister John Kerry am Dienstag in die Hauptstadt Brasilia komme, hieß es aus brasilianischen Regierungskreisen. »Wir können jetzt nicht über die Flugzeuge sprechen (...) Man kann einen derartigen Auftrag nicht an ein Land vergeben, dem man nicht vertraut«, sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter. Die Zeitung O Globo hatte im Juli Dokumente des Ex-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden veröffentlicht. Daraus gehen weitreichende Ausspähaktionen der US-Geheimdienste im Internet in Brasilien und anderer lateinamerikanischer Länder hervor.

Brasilien plant den Kauf von 36 neuen Kampfflugzeugen. Als Favorit gelten Maschinen des Typs F/A-18 Super Hornet des US-Flugzeugkonzerns Boeing, nachdem die USA einheimische Embraer-Flugzeuge für den Einsatz in Afghanistan gekauft hatten. Mit im Rennen sind auch der französische Rafale-Jet des Herstellers Dassault Aviation sowie der schwedische Gripen, den Saab baut.
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(Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.08.2013, Seite 9, Kapital & Arbeit

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