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30000 Häftlinge ­verweigern das Essen

San Francisco. Mit einem Hungerstreik protestieren Zehntausende Häftlinge in Kalifornien gegen inhumane Haftbedingungen. Nach Mitteilung der Solidaritätsgruppe »Prisoner Hunger Strike Solidarity« (PHSS) richtet sich die Aktion der Gefangenen vor allem gegen die Unterbringung von Sträflingen in Isolationszellen. Eine Sprecherin der kalifornischen Gefängnisverwaltung (CDCR) teilte mit, am Montag hätten 30000 Häftlinge das Essen verweigert, am Dienstag sei die Zahl auf 29000 gesunken. Derzeit sitzen 132000 Menschen in 33 Haftanstalten des Westküstenstaates ein. Der Protest geht von Insassen des Hochsicherheitsgefängnisses Pelican Bay in Nordkalifornien aus. Häftlinge verlangen unter anderem ein Ende der Isolationshaft, Zugang zu Tageslicht, gesünderes Essen und eine bessere medizinische Versorgung. CDCR-Sprecherin Terry Thornton betonte, daß die Behörde erst dann von einem Hungerstreik spricht, wenn die Insassen neun Mahlzeiten hintereinander auslassen würden.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.07.2013, Seite 1, Ausland

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