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04.05.2013
- → Inland
Zügiges Verfahren gegen Nazis verlangt
Dresden. Die Staatsanwaltschaft Görlitz hat das Ermittlungsverfahren gegen 13 Neonazis, die am 17. Oktober 2012 ein junges Paar in und vor seiner Wohnung in Hoyerswerda bedroht hatten, abgeschlossen. Dies teilte Jens Thöricht, Sprecher für antifaschistische Politik der sächsischen Linkspartei, am Freitag in Dresden mit. Er forderte ein zügiges Gerichtsverfahren vor dem Amtsgericht Hoyerswerda.
Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt, weil die Geschädigten nicht etwa Schutz bekommen hatten, sondern von der Polizei zum Wegzug aufgefordert worden waren. Die acht direkt Tatverdächtigen sollen das Paar mit den Worten »du Antifa-Sau, wir zerstören dich! Wir machen dich tot! Deine Freundin wird vergewaltigt und deine Bude wird leergeräumt!« bedroht haben. Thöricht äußerte die Erwartung, daß der zuständige Richter die Tat als das wertet, »was sie war: ein neonazistischer Angriff auf Andersdenkende«. (jW)
Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt, weil die Geschädigten nicht etwa Schutz bekommen hatten, sondern von der Polizei zum Wegzug aufgefordert worden waren. Die acht direkt Tatverdächtigen sollen das Paar mit den Worten »du Antifa-Sau, wir zerstören dich! Wir machen dich tot! Deine Freundin wird vergewaltigt und deine Bude wird leergeräumt!« bedroht haben. Thöricht äußerte die Erwartung, daß der zuständige Richter die Tat als das wertet, »was sie war: ein neonazistischer Angriff auf Andersdenkende«. (jW)
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