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Big-Brother-Awards vergeben

Bielefeld. Die internationale Liga für Menschenrechte hat am Freitag abend in Bielefeld die Big Brother Awards vergeben. Unter den fünf Trägern des Negativpreises, die für »würdig« befunden wurden, befindet sich die Bundespolizei für verdachtsunabhängige Kontrollen, bei denen Personen aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes, wie etwa die Hautfarbe, kontrolliert werden. In der Kategorie Arbeitswelt erhält die Apple Retail Germany GmbH in München den Preis ür die umfassende Videoüberwachung von Beschäftigten. Das Unternehmen betreibt die Apple Stores in Deutschland. In diesen sollen nicht nur Verkaufs- und Lagerräume flächendeckend und dauerhaft per Kamera überwacht werden, sondern auch Pausenräume. »Diese Form der Totalkontrolle von Beschäftigten ist in Deutschland rechtswidrig«, heißt es in der Begründung. Auch dabei die Google Inc. An ihr kritisieren die Juroren, daß der Konzern »unter dem Deckmantel einer Suchmaschine (...) auf Schritt und Tritt Echtzeitdaten über alles und jeden« sammle und »Menschen für seinen Werbeprofit kategorisiere".

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.04.2013, Seite 5, Inland

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