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EZB-Chef erklärt Zypern-Rettung

Frankfurt am Main. Die Einbeziehung von vermögenden Bankkunden bei der Rettung Zyperns ist nach Ansicht der EZB kein Vorbild für künftige Maßnahmen. »Zypern ist keine Blaupause«, sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, am Donnerstag in Frankfurt am Main. Die Ereignisse dort hätten die Entschlossenheit der EZB gezeigt, den Euro zu stützen. Derzeit sei man in der Lage, schwere Krisen in manchen Ländern bewältigen zu können, ohne daß sie systemisch würden und damit das gesamte Finanzsystem in Gefahr brächten. Auf die Frage von Journalisten, ob Zypern nicht mit einem Ausstieg aus der Euro-Zone besser fahre, sagte Draghi, auch dann würden die wirtschaftlichen Probleme des Landes nicht weggehen.

Beim Zypern-Rettungspaket werden erstmals in der Euro-Schuldenkrise Bankkunden mit Guthaben von mehr als 100000 Euro zur Sanierung der Geldhäuser zur Kasse gebeten. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.04.2013, Seite 9, Kapital & Arbeit

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