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26.03.2013
- → Feuilleton
Im Osten
Die Ostdeutschen als Schicksalsgemeinschaft gibt es angeblich nicht mehr. »Mit dem hoch geloben ostdeutschen Wir-Gefühl ist es nicht weit her«, sagte der Soziologe Heinz Bude der Märkischen Oderzeitung (Montagausgabe). Als Leiter des Arbeitsbereichs »Die Gesellschaft der Bundesrepublik« (ein schöner Titel) am Hamburger Institut für Sozialforschung untersuchte er für die Studie »Überleben im Umbruch« (ein noch schönerer Titel) die Auswirkungen des Zusammenbruchs der Industrie im brandenburgischen Wittenberge. Zudem zog Bude Rückschlüsse auf alle neuen Bundesländer. Solidarität sei im Osten mittlerweile Mangelware. Kryptischerweise spricht Bude von einer Gruppe der »Alt-Eliten«, der es ganz gut gehe, weil sie schon immer wußte, wie man das Beste aus seiner Situation mache, im Unterschied zu »einer großen Gruppe von Menschen, die zu den Ausrangierten des Systemwechsels« gehörten. Das Ergebnis nennt er dann »eine fragmentierte Gesellschaft«, die wir »erleben« und zwar als Ausduck einer »wechselseitigen Vergleichgültigung«. Budes Fazit: »Den Osten als eigene gesellschaftliche Welt gibt es nicht mehr.« Andere sagen dazu ganz einfach BRD.
(dapd/jW)
(dapd/jW)
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