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Suhrkamps vor Gericht

Im Streit um Bilanzgewinne aus dem Jahr 2010 hat der Suhrkamp-Verlag eine juristische Schlappe einstecken müssen. Das Frankfurter Landgericht verurteilte den Verlag am Mittwoch zu einer Zahlung von 2,184 Millionen Euro an die Medienholding Winterthur. Damit sprach die Kammer dem klagenden Gesellschafter Hans Barlach Geld aus dem Verkauf des Suhrkamp-Archivs sowie aus Erträgen im Zusammenhang mit dem Verlagsumzug nach Berlin zu. In einer gemeinsamen Vereinbarung hätten der Verlag und die Medienholding »klipp und klar« das Ziel festgehalten, »von den Suhrkamp-Kommanditgesellschaften möglichst hohe Ausschüttungen zu erhalten«, heißt es in dem Urteil. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.03.2013, Seite 13, Feuilleton

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