Gegründet 1947 Dienstag, 24. November 2020, Nr. 275
Die junge Welt wird von 2435 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 18.02.2013, Seite 2 / Inland

NSU: Falsche Spur auf ­Wattestäbchen?

Hamburg. Bei der Aufklärung der Taten des faschistischen NSU gab es nach einem Bericht des Spiegel womöglich erneut eine »Wattestäbchen-Panne«. Ein DNA-Spurenprofil aus dem ausgebrannten Wohnmobil, in dem Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos am 4. November 2011 starben, stamme von »mindestens zwei Personen«, berichtete das Magazin mit Verweis auf ein Gutachten des Bundeskriminalamts. Die Spuren gehen demnach auf Beate Zschäpe und einen unbekannten Mann zurück, der »P46« genannt wird. Ein DNA-Abgleich habe die Beamten aber zu NSU-untypischen Kriminalfällen geführt. Das BKA nimmt das als »ein weiteres Indiz« dafür, daß die DNA von »P46« möglicherweise bei der Herstellung oder Verwendung an die Wattestäbchen kam.

(dapd/jW)