-
25.01.2013
- → Schwerpunkt
Solidarität aus Frankfurt
Von Ute Evers, Frankfurt am Main
Nicht nur in Caracas wurde am Mittwoch demonstriert. Unter dem Motto »Für die Demokratie in Venezuela« zogen auch in Frankfurt am Main Anhänger verschiedener linker Gruppen zum dortigen Generalkonsulat der Bolivarischen Republik, um ihre Unterstützung für den wiedergewählten Präsidenten Hugo Chávez zu manifestieren. Obwohl der Aufruf zur Kundgebung und Demonstration erst relativ spät verbreitet worden sei, habe man so viele Zusagen zur Teilnahme wie schon lange nicht mehr für eine Aktion erhalten, sagte Petra Wegener von der Venezuela-Solidarität Frankfurt. »Und diejenigen, die nicht kommen konnten, sagten per E-Mail bedauernd ab.« Die Aktivistin verlas einen an Chávez gerichteten Brief, in dem »dem souveränen Volk, seiner souveränen Regierung und dem souveränen Staat der Bolivarischen Republik Venezuelas« Solidarität und Unterstützung zugesichert wird. In Begleitung einer Polizeieskorte zogen die rund 50 Demonstranten dann zum Generalkonsulat.
In Frankfurt ist die Zahl venezolanischer Oppositioneller relativ hoch, wie sich auch an den Ergebnissen der Wahlen hier zeigt. So entfielen bei der Präsidentschaftswahl am 7. Oktober 2012 im Frankfurter Generalkonsulat 92,46 Prozent der abgegebenen Stimmen auf Oppositionskandidat Henrique Capriles Radonski. Doch nur eine Handvoll der venezolanischen Regierungsgegner ist aktiv und bot am Wahltag im vergangenen Herbst vor dem Konsulat ein klägliches Schauspiel. Diesmal hielten sie jedoch still.
Demgegenüber war das Spektrum der Unterzeichner des Unterstützungsschreibens für Chávez, das Vertretern des Konsulats übergeben wurde, breit und reichte von der trotzkistisch orientierten Kampagne »Hands Off Venezuela« über den Deutschen Freidenker-Verband, die SDAJ und die DKP bis hin zur Gruppe Latinoamérica Popular, der örtlichen Gruppe der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba und Zusammen e.V. Weiter fanden sich am Ort der Auftaktkundgebung an der Katharinenkirche in Frankfurt am Main Verleger und Vertreter von Kultureinrichtungen wie dem Festival »Cuba im Film« ein. Auch Venezolaner beteiligten sich, von denen einige sogar den Weg von Koblenz nach Frankfurt auf sich genommen hatten.
In Frankfurt ist die Zahl venezolanischer Oppositioneller relativ hoch, wie sich auch an den Ergebnissen der Wahlen hier zeigt. So entfielen bei der Präsidentschaftswahl am 7. Oktober 2012 im Frankfurter Generalkonsulat 92,46 Prozent der abgegebenen Stimmen auf Oppositionskandidat Henrique Capriles Radonski. Doch nur eine Handvoll der venezolanischen Regierungsgegner ist aktiv und bot am Wahltag im vergangenen Herbst vor dem Konsulat ein klägliches Schauspiel. Diesmal hielten sie jedoch still.
Anzeige
Demgegenüber war das Spektrum der Unterzeichner des Unterstützungsschreibens für Chávez, das Vertretern des Konsulats übergeben wurde, breit und reichte von der trotzkistisch orientierten Kampagne »Hands Off Venezuela« über den Deutschen Freidenker-Verband, die SDAJ und die DKP bis hin zur Gruppe Latinoamérica Popular, der örtlichen Gruppe der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba und Zusammen e.V. Weiter fanden sich am Ort der Auftaktkundgebung an der Katharinenkirche in Frankfurt am Main Verleger und Vertreter von Kultureinrichtungen wie dem Festival »Cuba im Film« ein. Auch Venezolaner beteiligten sich, von denen einige sogar den Weg von Koblenz nach Frankfurt auf sich genommen hatten.
Themen:
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Schwerpunkt
