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Nur wenige Frauen in Rundfunkräten

Berlin. Sechs öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten unterschreiten in der Zusammensetzung ihrer Rundfunkräte die 30-Prozent-Frauenquote. Das zeigt eine Erhebung des Journalistinnenbundes (JB). Schlußlicht der Liste ist mit nur 11,7 Prozent Frauenanteil der Rundfunkrat des MDR. Von 43 Sitzen werden dort nur fünf von Frauen eingenommen.

Daß sechs der wichtigsten Aufsichtsgremien der öffentlich-rechtlichen Sender weit von einer geschlechtergerechten Besetzung entfernt sind, sei ein Bruch des gesetzlichen Auftrags, sagt die JB-Vorsitzende Andrea Ernst. »So weitreichende Entscheidungen, wie die Wahl der Intendant-/in, Haushaltspläne, aber auch grundsätzliche Reform- und Strukturfragen werden zu zwei Dritteln aus männlicher Sicht gefällt. Das ist absurd für den öffentlich-rechtlichen Gedanken, ganz unabhängig davon, wie gut oder schlecht das Programm des jeweiligen Senders ist.« (kress/jW)
junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.01.2013, Seite 15, Medien

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