-
28.11.2012
- → Kapital & Arbeit
Paris streitet sich mit Mittal-Konzern
Paris. In das Ringen um eine Zukunft des Stahlwerks von Arcelor Mittal im lothringischen Florange schaltet sich nun auch Frankreichs Präsident François Hollande ein. Er wollte am Dienstag abend den Chef des Stahlkonzerns, Lakshmi Mittal, im Elysée-Palast empfangen. Die Fronten zwischen dem Unternehmen und der Regierung sind derzeit verhärtet: Paris hatte in der vergangenen Woche eine vorübergehende Verstaatlichung des Standorts Florange ins Spiel gebracht. Industrieminister Arnaud Montebourg erklärte am Montag gar, Frankreich wolle Mittal nicht länger im Land haben.
Arcelor Mittal hatte Anfang Oktober angekündigt, seine Hochöfen in Florange zu schließen. Der Konzern gab aber der Regierung zwei Monate Zeit, einen Käufer zu finden. Diese gab in der vergangenen Woche bekannt, zwei Angebote vorliegen zu haben – allerdings wollen die Interessenten demnach das gesamte Werk und nicht nur die Hochöfen kaufen. Arcelor Mittal will jedoch an anderen Teilen des Werks festhalten. Die Frist für die Regierung, einen Käufer für die Hochöfen zu finden, läuft in wenigen Tagen ab.
(AFP/jW)
Arcelor Mittal hatte Anfang Oktober angekündigt, seine Hochöfen in Florange zu schließen. Der Konzern gab aber der Regierung zwei Monate Zeit, einen Käufer zu finden. Diese gab in der vergangenen Woche bekannt, zwei Angebote vorliegen zu haben – allerdings wollen die Interessenten demnach das gesamte Werk und nicht nur die Hochöfen kaufen. Arcelor Mittal will jedoch an anderen Teilen des Werks festhalten. Die Frist für die Regierung, einen Käufer für die Hochöfen zu finden, läuft in wenigen Tagen ab.
Anzeige
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Kapital & Arbeit