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Briefe an die Schwester

Rund 600 Briefe der österreichischen Schriftstellerin Ilse Aichinger an ihre Zwillingsschwester Helga Michie liegen künftig im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Nach Angaben des Archivs vom Montag setzt der von der S. Fischer Stiftung erworbene Briefwechsel im Juli 1939 ein, als die 17jährige Helga mit einem der letzten Kindertransporte Richtung London aufbrach. Ilse Aichinger blieb zum Schutz ihrer jüdischen Mutter in ­Wien. Die Familie kam erst Ende 1947 wieder zusammen. Die oft seitenlangen Briefe an die Schwester seien eindrucksvolle Dokumente in Hinblick auf Krieg, Exil und Nachkriegszeit, hieß es. Sie spiegelten auch die Entwicklung der jungen Schriftstellerin wider, gäben Auskunft über die Entstehung ihres Romans »Die größere Hoffnung« und andere Arbeiten, über deutschen und österreichischen Literaturbetrieb, Gruppe 47 und die Ehe mit dem Dichter Günter Eich. Der Briefwechsel der beiden 90jährigen Schwestern, die bis heute in Wien und London leben, reicht bis in die Gegenwart. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.11.2012, Seite 12, Feuilleton

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