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Aktenvernichtung nur aus »Dummheit«?

Berlin. Das Schreddern geheimer NSU-Akten durch einen Beamten des Bundesamtes für Verfassungsschutz war angeblich keine gezielte Vertuschungsaktion. Wie die Süddeutsche Zeitung am Wochenende unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, ist der Sonderermittler des Bundesinnenministeriums, Hans-Georg Engelke, zu dem Schluß gekommen, daß es sich um ein »Ergebnis von professioneller Dummheit« gehandelt hat.

Die Aktenaffäre hatte zum Rücktritt des früheren Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, geführt. Die rechtsextreme Terrororganisation »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) war im November 2011 aufgeflogen. Ihr werden zehn Morde zur Last gelegt. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.10.2012, Seite 2, Inland

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