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Äquatorialguinea verklagt Frankreich

Paris. Im Streit um französische Ermittlungen gegen die Familie von Äquatorialguineas Staatschef Teodoro Obiang Nguema zieht das Land gegen Frankreich vor den Internationalen Gerichtshof (IGH). Der in Den Haag ansässige Gerichtshof solle Paris »jede Einmischung in die Angelegenheiten Äquatorialguineas« untersagen, sagte der Anwalt Olivier Metzner, der das westafrikanische Land vertritt, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Auch solle Frankreich gezwungen werden, jede Strafverfolgung und alle Ermittlungen gegen »die höchsten Würdenträger des Landes« einzustellen.

Die französische Justiz ermittelt gegen die Präsidentenfamilie des westafrikanischen Landes, die ihr umfangreiches Vermögen in Frankreich mit in ihrer Heimat unterschlagenen Geldern erworben haben soll. Mitte Juli wurde ein auf bis zu 150 Millionen Euro geschätztes Luxus-Anwesen in Paris beschlagnahmt, das dem Sohn des Staatschefs, Teodorin Obiang, gehört.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.09.2012, Seite 6, Ausland

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