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Keine Anklage gegen US-Soldaten

Washington. Die US-Soldaten, die mehr als 300 Korane verbrannt und auf die Leichen von Taliban-Kämpfern in Afghanistan uriniert hatten, müssen nicht vor Gericht. Die sechs Soldaten und drei Marineinfanteristen würden nicht strafrechtlich angeklagt, sie erhielten statt dessen Disziplinarstrafen, wie Vertreter der US-Streitkräfte am Montag (Ortszeit) mitteilten. Eine Untersuchung habe ergeben, daß fehlende Kommunikation, schlechte Führung und die Entscheidung der Soldaten, »den einfachen Weg statt des richtigen Wegs« zu nehmen. Die Koranverbrennung führte Anfang des Jahres zu Unruhen in ganz Afghanistan. Welche Strafen die Soldaten genau erhielten, war zunächst unklar.

Disziplinarstrafen können Degradierungen, zusätzliche Dienste oder Einbehaltung des Solds beinhalten. Außerdem könnten sie auch zukünftige Beförderungen verhindern.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.08.2012, Seite 6, Ausland

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