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Aus dem Leben eines Fensters

Im Kölner Dom gibt es ein Fenster, das von Gerhard Richter, der zu den teuersten deutschen Gegenwartskünstlern gehört, gestaltet wurde. Seit seiner Einweihung vor fünf Jahren wurde es noch nie saubergemacht. »Da ist ein bißchen Staub drauf. Aber das stört das Fenster überhaupt nicht«, sagte die Kölner Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner der Nachrichtenagentur dapd. Den Schmutz sehe man gar nicht. Merke: Grundsätzlich werde kein Fenster im Kölner Dom gereinigt. Auch für den weltweit gefragten Richter werde da keine Ausnahme gemacht.

Sollte das einzigartige Werk dennoch von außen so verdreckt sein, daß der »Lichtdurchfluß Schaden nehme« (wie sich dapd ausdrückt), dann würde man es auch saubermachen. Das rund 106 Quadratmeter große Richter-Fenster aus Tausenden Quadraten in 72 Farben war am 25. August 2007 feierlich eingeweiht worden.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.08.2012, Seite 12, Feuilleton

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