Zum Inhalt der Seite

Die Linke: »Dritten Weg« aufheben

Hannover. Die Fraktion der Linkspartei im niedersächsischen Landtag hat einen Antrag zur Abschaffung des sogenannten Dritten Weges für kirchliche Beschäftige eingebracht. Hintergrund ist ein Streik in Diakonie-Einrichtungen in mehreren Städten Niedersachsens am Montag. Die Mitarbeiter der Einrichtung in kirchlicher Trägerschaft fordern den Abschluß eines Tarifvertrags mit der Gewerkschaft ver.di. »Die Diakoniechefs beharren stur darauf, sich mit dem ›Dritten Weg‹ vom Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes abzukoppeln. Mit ihrer Ablehnung eines einheitlichen Branchentarifvertrags befördert die Diakonie einen Wettbewerb auf Kosten der Beschäftigten, deren Löhne und Arbeitsbedingungen schlecht sind«, sagte Patrick Humke, der sozialpolitische Sprecher der Fraktion. Als »Dritter Weg« wird die arbeitsrechtliche Sonderregelung für Mitarbeiter der Kirchen und kirchennaher Organisationen bezeichnet. De facto bedeutet er für die Beschäftigten eine Einschränkung des Streikrechts. (jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 10.07.2012, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!