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09.07.2012
- → Feuilleton
Wo die Risse sind
The Shins: »Port of Morrow« (Sony Music)
Irgendwie sind da immer so schnell Risse in diesen Pappcovern. Wie dem auch sei – The Shins aus New Mexico, USA, gelten vielerorts als die neuen R.E.M., sind aber nach Stand meines Wissens eher so etwas wie die neuen Death Cab For Cutie. Also Indierock für das Mädchenzimmer im Mann oder die Durchblickerfrau mit Feingefühl für Popsongs mit Gitarre und schöner, sensibler Männerstimme. Auch Album Nummer fünf, »Port of Morrow«, das erste nach fünf Jahren, hat immer mal diese klassischen Momente (hier vor allem die beiden ersten Lieder, und davon besonders das weit ausladende Eröffnungsstück »The Rifle’s Spiral«), insgesamt aber fehlt es den Shins noch an Durchschlagskraft. Oder an Transzendenz. Oder an echter Trauer. Oder so: Für »Plans« reicht es vielleicht so gerade eben, für »Automatic for the People« bei weitem nicht. Vielleicht liegt es auch daran, daß bei den Shins selbst das Komplizierte irgendwie wie gemalt klingt. Die Risse bilden sich eben in den Pappcovern, nicht in der Musik. (rh)→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
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