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Mozart-Krise

Mit dem »Requiem« von Mozart auf offener Straße hat die Warschauer Kammeroper am Dienstag auf ihre finanziellen Nöte aufmerksam gemacht. Mit der Aufführung vor dem Ministerium für Kultur protestierten die Musiker gegen eine im März beschlossene Kürzung der Gelder. Die Präfektur der Region Warschau hatte entschieden, die Zuschüsse für die Oper 2012 um 24 Prozent auf umgerechnet 3,5 Millionen Euro zu kürzen. Das Opernhaus ist für sein Mozart-Festival bekannt, das jeden Sommer stattfindet. In diesem Jahr beginnt es am 15. Juni. Bis zum 26. Juli werden sämtliche Stücke des Komponisten gespielt. Es könnte das letzte Festival sein, befürchten Vertreter des Opernhauses, weil das Haus nach dem Sommer womöglich die Gehälter seiner Angestellten nicht mehr bezahlen und sich die Miete im Zentrum von Warschau nicht mehr leisten kann. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.05.2012, Seite 12, Feuilleton

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