Zum Inhalt der Seite

Röttgen will sich wehren

Berlin. Nach der spektakulären Entlassung von Umweltminister Norbert Röttgen droht Bundeskanzlerin Angela Merkel ein öffentlich ausgetragener Streit um die Umstände des Rauswurfs. Der nach der historischen Wahlniederlage als Spitzenkandidat in Nordrhein-Westfalen in der vergangenen Woche entlassene Umweltminister wolle seine Entmachtung nicht widerspruchslos hinnehmen, berichtete Bild am Sonntag unter Berufung auf das Umfeld Röttgens. Er plane eine öffentliche Erklärung und wolle an seinem Posten als Vize der CDU festhalten.

(Reuters/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 21.05.2012, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!