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Schlachtroß? Striegeln!

In der Schweiz konnte ein Auftritt Joseph Fischers verhindert werden. Anläßlich der vor 40 Jahren publizistisch gezogenen »Grenzen des Wachstums« (Club of Rome) sollte und wollte sich der Ex-BRD-Außenminister am Samstag in Winterthur »über die großen Herausforderungen unserer Zeit Gedanken machen«. Am Dienstag erklärte ein »Antikapitalistisches Bündnis« der Stadt den Grünen via Indymedia zu einem »Sinnbild des gesellschaftlichen Rechtsrutsches der letzten Jahre«: »Unter seiner Führung startete Deutschland den ersten Angriffskrieg seit dem Zweiten Weltkrieg. Begrüßen wir ihn würdig! Schluß mit der Heuchelei! Joschka Fischer vertreiben!« Veranstalter, Stadt- und Kantonspolizei nahmen den Aufruf ernst und stellten ein Großaufgebot an privaten und staatlichen Sicherheitskräften ab. Am späten Donnerstag abend bewertete Fischer diesen Aufwand als rufschädigend und sagte den Auftritt ab – ohne Bedenken um seine Sicherheit gehabt zu haben, was er so unterstrich: »Auch ein altes Schlachtroß bleibt immer noch ein Schlachtroß.« (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.03.2012, Seite 13, Feuilleton

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