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Social Charts

Jahr für Jahr vermeldet die Musikbranche sinkende Umsätze. 2011 sieht es nach Angaben des Geschäftsführers ihres Bundesverbandes, Florian Drücke, »sehr ordentlich aus, wir liegen in etwa auf dem Vorjahresniveau«. 2010 hatte die Branche ein Minus von 4,6 Prozent verbucht. Tim Renner, früher Deutschland-Chef von Universal Music, sieht die klassischen Charts im Zuge des Niedergangs »irgendwann auch obsolet« werden. Der Siegeszug von »Social Charts« sei nicht aufzuhalten: »Wenn Ihre Facebook-Freunde zulassen, daß ihr Spotify-Nutzerprofil abgebildet wird, und Sie sich das verdichtet als Charts darstellen lassen können, wissen Sie Woche für Woche, was Ihre definierte Gruppe von vielleicht 50 Menschen hört. Das sind relevantere Informationen als: Lady Gaga hat eine neue Single herausgebracht.« (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.12.2011, Seite 12, Feuilleton

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