-
24.12.2011
- → Feuilleton
Gradmesser der Menschlichkeit
Der fast vergessene Popsänger Chris de Burgh glaubt: »Viele Menschen haben vergessen, warum wir eigentlich Weihnachten feiern«. In einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (Samstagausgabe) gab er bekannt, daß er sich nur ein paar Tafeln Schokolade wünsche. Der VW-Konzern erklärte einen Tag vor Heiligabend, daß künftig eine halbe Stunde nach Arbeitsende die Weiterleitungen vom E-Mail-Server auf die Blackberry-Handys der Beschäftigten abgeschaltet und erst eine halbe Stunde vor Arbeitsbeginn am nächsten Tag wieder angeschaltet werden. Diese Regelung hat der Betriebsrat durchgesetzt, sie gilt allerdings nicht für die Manager. Und der Mainzer Kardinal Karl Lehmann sagt: »Wenn wir nur ein wenig nachdenklich sind, enthüllt sich Weihnachten als sensibler Gradmesser unserer Menschlichkeit«. (AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton
