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Neue Karte

Die Milchstraße ist wie alle Galaxien von Magnetfeldern durchzogen. Deren komplexe Struktur wurde jetzt erstmals im Detail erfaßt. Theoretiker des Max-Planck-Instituts für Astrophysik verarbeiteten die Daten von 41330 Einzelmessungen in einem neuartigen Verfahren der Bildrekonstruktion. 26 Radioastronomen hatten die Messungen vorgenommen. Die neue Magnetfeldkarte zeigt den Gesamtaufbau, aber auch kleinskalige Strukturen, die Aufschluß über turbulente Strömungen im Gas geben. Bei künftigen Studien extragalaktischer Magnetfelder kann die Karte konsultiert werden, um den galaktischen Anteil der Messungen abzuziehen. Von der nächsten Generation an Radioteleskopen erwarten die Forscher in den kommenden Jahren eine Fülle neuer Messungen des Faradayeffekts. Diese werden in Aktualisierungen der Karte einfließen, um das Bild des Faradayhimmels weiter zu verfeinern. Womöglich wird die Karte irgendwann auch den Weg zum Ursprung der Magnetfelder weisen. (ots/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.12.2011, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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