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06.12.2011
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Kartellamt rügt Trinkwasserpreise
Bonn/Berlin. Die Kunden der Berliner Wasserbetriebe zahlen nach Einschätzung des Bundeskartellamts zuviel für ihr Trinkwasser. Die Wettbewerbsbehörde verschickte am Montag eine Abmahnung wegen mißbräuchlich überhöhter Trinkwasserpreise an das Unternehmen. Nach dem Willen des Bundeskartellamts sollen die Wasserpreise in Berlin in den Jahren 2012, 2013 und 2014 »um durchschnittlich rund 19 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 abgesenkt werden«. Dies bedeute Preissenkungen von rund 205 Millionen Euro für die nächsten drei Jahre, die den Berliner Wasserkunden unmittelbar zugute kämen, erklärte die Behörde. Eine abschließende Entscheidung ist für Anfang 2012 geplant.
Die Berliner Wasserbetriebe wurden 1999 teilprivatisiert. Dabei wurden den Investoren Veolia und RWE hohe jährliche Renditen vertraglich zugesichert. Erst durch ein erfolgreiches Volksbegehren im vergangenen Jahr wurde die Landesregierung gezwungen, die Verträge zu veröffentlichen. Verhandlungen des Senats über eine Rekommunalisierung des Versorgers brachten bislang kein Ergebnis.
(dapd/jW)
Die Berliner Wasserbetriebe wurden 1999 teilprivatisiert. Dabei wurden den Investoren Veolia und RWE hohe jährliche Renditen vertraglich zugesichert. Erst durch ein erfolgreiches Volksbegehren im vergangenen Jahr wurde die Landesregierung gezwungen, die Verträge zu veröffentlichen. Verhandlungen des Senats über eine Rekommunalisierung des Versorgers brachten bislang kein Ergebnis.
(dapd/jW)
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