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Erinnerungen an ein Todeslager

In Oranienburg bei Berlin soll ab 4. Dezember eine Ausstellung an das ehemalige KZ-Außenlager Klinkerwerk erinnern. Am Montag begannen die Aufbauarbeiten, wie die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten mitteilte. 16 Glastafeln und vier Stelen mit Texten und Bildern sollen an das als »Todeslager« gefürchtete »Großziegelwerk Oranienburg« erinnern, welches die SS 1938 von Häftlingen aus dem KZ Sachsenhausen errichten ließ. Die damals weltgrößte Ziegelfabrik sollte Material für die gigantischen Bauvorhaben der Nazis in Berlin liefern. Nach Angaben der Stiftung trieb die SS täglich bis zu 2000 Häftlinge unter den Augen der Oranienburger Bevölkerung zum Klinkerwerk. Auf dem Rückweg führte der Zug jeweils einen mit den Todesopfern des Tages beladenen Karren mit. Das Klinkerwerk war Tatort gezielter Mordaktionen. Am 10.April 1945 wurde es bei einem Bombenangriff weitgehend zerstört, zahlreiche Häftlinge kamen dabei ums Leben. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.10.2011, Seite 13, Feuilleton

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