Zum Inhalt der Seite

Merkel attackiert indirekt die USA

Karlsruhe. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die USA indirekt wegen ihres Widerstandes gegen die Einführung einer weltweiten Börsensteuer attackiert. Es könne nicht sein, daß sich diejenigen, »die uns immer wieder von außen zum umfassenden Handeln auffordern, um die Schuldenkrise zu bewältigen, gleichzeitig gemeinsam der Einführung einer Finanzmarkttransaktionssteuer umfassend verweigern«, sagte Merkel am Freitag beim Gewerkschaftstag der IG Metall in Karlsruhe. »Ich halte das für nicht in Ordnung.« Die USA sind bislang gegen eine Börsensteuer, weil sie Schaden für ihren Finanzsektor befürchten.

(Reuters/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 15.10.2011, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!