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Neuer Bericht über sexuelle Gewalt

Berlin. Das Ausmaß von Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen gegen Frauen in Kolumbien dokumentiert ein aktueller Bericht von Amnesty International (AI). Regierungs­angaben zufolge sind in dem vom Bürgerkrieg erschütterten Land allein 2010 mehr als 20000 Frauen und Mädchen Opfer sexueller Gewalt geworden, mehr als drei Viertel waren unter 18 Jahren. AI fordert die kolumbianischen Behörden auf, geltende Strafgesetze endlich anzuwenden. Zwei Drittel der Opfer erstatten dem vergangene Woche veröffentlichten Report zufolge aus Angst vor weiterer Gewalt durch Guerilla-Truppen, Militärs oder Paramilitärs keine Anzeige. Im vergangenen Jahr wurden gerade einmal 250 Fälle vom Generalstaatsanwalt des Landes untersucht. »Frauen und Mädchen gelten in Kolumbien als Kriegstrophäen. Sie werden von allen Kriegsparteien systematisch vergewaltigt und sexuell mißhandelt, um sie zum Schweigen zu bringen und zu bestrafen«, sagte AI-Kolumbien-Expertin Elizabeth Lüning. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.09.2011, Seite 15, Feminismus

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