-
12.08.2011
- → Schwerpunkt
Widersprüchliche Meldungen: Armeeabzug und Kämpfe
Nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die ihren Sitz in London hat, sollen am Donnerstag Panzer der Armee in den Ort Sarakeb, nahe der Grenze zur Türkei, eingerückt sein. Schüsse seien zu hören gewesen, mehr als 100 Personen, darunter auch Kinder, seien festgenommen worden. Der gleichen Quelle zufolge soll es auch in anderen Orten sowie in Homs zu Angriffen von Soldaten gekommen sein, es wird von fünf bis zu 18 Toten gesprochen. Auch in Deir Essor sollen die Kämpfe anhalten.
Der Gouverneur von Hama, Anas Al-Naim, erkärte gegenüber der syrischen staatlichen Nachrichtenagentur SANA, die Behörden seien intensiv damit beschäftigt, die Zerstörungen zu beseitigen, die durch die Kämpfe der vergangenen Woche entstanden waren. Anders als westliche Medien berichtet hätten, habe die Armee Hama und die Umgebung komplett verlassen.
Der Truppenabzug aus Hama war am Mittwoch von arabischen und ausländischen Medien dokumentiert worden. Nach offiziellen Angaben konnte eine Gruppe von 72 Medienvertretern Hama besuchen, filmen und Interviews machen. Ein Armeesprecher bestätigte den Journalisten, daß die Soldaten in ihre Kasernen zurückbeordert worden seien. Auch aus der Stadt Idlib habe das Militär sich zurückgezogen, »nirgends am Orontes gibt es noch syrische Truppen«, so der Sprecher. Während der Operation in Hama und Umgebung habe man Waffen und drahtlose Kommunikationsmittel sichergestellt, die von den »bewaffneten Terroristengruppen« bei ihren Angriffen eingesetzt worden seien, so ein Armeesprecher. Außerdem wurde Geld gefunden, das offenbar aus einer Bank gestohlen worden war.
Aus Damaskus wurde bekannt, daß in einigen Vororten offenbar eine inoffizielle Ausgangssperre ab 22 Uhr verhängt worden ist, um nächtliche Auseinandersetzungen zu verhindern. Aufgrund der Sanktionen und westlicher Reisewarnungen seit April haben viele Menschen ihre Arbeit verloren. Die Zahl der Straßenhändler, die Ende 2010 fast auf Null zurückgegangen war, hat nach Auskunft von Einwohnern in Damaskus wieder rapide zugenommen.
(kl)
Der Gouverneur von Hama, Anas Al-Naim, erkärte gegenüber der syrischen staatlichen Nachrichtenagentur SANA, die Behörden seien intensiv damit beschäftigt, die Zerstörungen zu beseitigen, die durch die Kämpfe der vergangenen Woche entstanden waren. Anders als westliche Medien berichtet hätten, habe die Armee Hama und die Umgebung komplett verlassen.
Der Truppenabzug aus Hama war am Mittwoch von arabischen und ausländischen Medien dokumentiert worden. Nach offiziellen Angaben konnte eine Gruppe von 72 Medienvertretern Hama besuchen, filmen und Interviews machen. Ein Armeesprecher bestätigte den Journalisten, daß die Soldaten in ihre Kasernen zurückbeordert worden seien. Auch aus der Stadt Idlib habe das Militär sich zurückgezogen, »nirgends am Orontes gibt es noch syrische Truppen«, so der Sprecher. Während der Operation in Hama und Umgebung habe man Waffen und drahtlose Kommunikationsmittel sichergestellt, die von den »bewaffneten Terroristengruppen« bei ihren Angriffen eingesetzt worden seien, so ein Armeesprecher. Außerdem wurde Geld gefunden, das offenbar aus einer Bank gestohlen worden war.
Anzeige
Aus Damaskus wurde bekannt, daß in einigen Vororten offenbar eine inoffizielle Ausgangssperre ab 22 Uhr verhängt worden ist, um nächtliche Auseinandersetzungen zu verhindern. Aufgrund der Sanktionen und westlicher Reisewarnungen seit April haben viele Menschen ihre Arbeit verloren. Die Zahl der Straßenhändler, die Ende 2010 fast auf Null zurückgegangen war, hat nach Auskunft von Einwohnern in Damaskus wieder rapide zugenommen.
(kl)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ siehe auch
→ mehr aus dem Ressort Schwerpunkt
