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Vorbild Lobinger

Kassel. Der deutsche Stabhochsprungrekordler Tim Lobinger (6,00 m) ist bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel mit dem Rudolf-Harbig-Gedächtnispreis ausgezeichnet worden. Der 38jährige Hallen-Weltmeister von 2003 war in Kassel nicht am Start und fehlt somit auch bei der WM in Daegu (27. August bis 4. September). Daß der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) seine höchste Auszeichnung dem Mann der LG Stadtwerke München zukommen läßt, überrascht ein wenig. Lobingers Auftritt beim Meeting in Monte Carlo 2003 war keineswegs untypisch: aus Ärger über eine Kampfrichterentscheidung zeigte er dem Publikum seinen entblößten Arsch. Der Harbig-Wanderpreis wird seit 1950 »an einen würdigen und verdienten Leichtathleten verliehen, der in Haltung und Leistung als Vorbild für die Jugend gelten kann«. Namensgeber ist der im Zweiten Weltkrieg gefallene Mittelstrecken-Weltrekordler Rudolf Harbig.

(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.07.2011, Seite 16, Sport

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