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Spanien privatisiert Flughäfen

Madrid. Die spanische Regierung will die beiden größten Flughäfen des Landes privatisieren. Wie verschiedene Tageszeitungen am Wochenende berichteten, hat die regierende Sozialistische Partei (PSOE) die Ausschreibung von Konzessionen in Höhe von insgesamt 5,3 Milliarden Euro für die Flughäfen Barajas (Madrid) sowie El Prat (Barcelona) per Dekret beschlossen. Das Geld soll beiden Städten anteilig zukommen. Kritiker weisen darauf hin, daß Spanien durch die Privatisierung auf jährliche Einnahmen in Höhe von beinahe einer Milliarde Euro verzichtet.

Mit der Maßnahme führt die Regierung den 2010 begonnenen Privatisierungsprozeß des spanischen Luftverkehrs fort. Noch befinden sich die Flughäfen zu 49 Prozent in Staatsbesitz. Zukünftig sollen es nur noch gut neun Prozent sein, wie die Zeitung La República berichtete.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.07.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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