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Mehr Transparenz bei Rohstoffabbau

Berlin. Große Unternehmen in der Europäischen Union sollen künftig offenlegen müssen, wieviel sie Regierungen für den Zugang zu und den Abbau von Bodenschätzen zahlen. Die Bundesregierung müsse sich für verbindliche Transparenzstandards auf europäischer Ebene einsetzen, forderten am Mittwoch die Antikorruptionsorganisation Transparency International sowie die Hilfsorganisationen Brot für die Welt, Misereor, ONE Deutschland und das Global Policy Forum. Eine verpflichtende Offenlegung von Zahlungsströmen sei ein erster, aber wichtiger Schritt, damit Rohstoffreichtum zur Armutsbekämpfung beitragen könne.

Afrika werde für die deutsche Rohstoff- und Energieversorgung zunehmend wichtiger; die Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel stehe auch unter diesem Vorzeichen. Ohne Verbindliche Transparenzstandards gehe der Rohstoffabbau aber auf Kosten der Menschen in Afrika, warnten die fünf Organisationen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.07.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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