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WM

Im Wald

Düsseldorf. Die bestbezahlteste deutsche Nationalspielerin Fatmire Bajramaj dachte während des Spiels gegen Frankreich, sie stünde im Wald. »Eine Freundin hat vorher zu mir gesagt: Hör nicht auf die Ratschläge der anderen, stell’ dir vor, du wärst in einem Wald und würdest da Fußball spielen«, erklärte sie nach ihrem ersten WM-Einsatz über volle 90 Minuten, »das habe ich dann gemacht. Und es hat funktioniert.« Der Medienrummel habe dem Werbestar »die Leichtigkeit des Seins« genommen, hatte Bundestrainerin Silvia Neid vor WM-Beginn erklärt und Bajramaj zur Reservistin gemacht. Nach der Verletzung von Melanie Behringer (Bänderdehnung) stand sie dann wieder in der Start-Elf. (sid/jW)

Lächerliche Debatte

Köln. Schwedens Stürmerstar Lotta Schelin geht die Gleichberechtigungsdiskussion rund um die Frauenfußball-WM ziemlich auf den Geist. »Ich finde diese Debatte lächerlich. Ich beneide die Männer dafür, daß sie sich nicht ständig mit solchen Fragen beschäftigen müssen, wenn sie Fußball spielen wollen«, sagte Schelin der Süddeutschen Zeitung genervt. In Schweden habe sie von solchen Debatten »noch nie etwas mitbekommen. Dahinter steht die Tatsache, daß Frauen und Männer bei uns gleichberechtigt sind. Für mich war es als Kind das Normalste der Welt, zum Fußball zu gehen.« (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.07.2011, Seite 16, Sport

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