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Schlecker will ­Filialen schließen

Frankfurt am Main. Deutschlands größte Drogeriekette Schlecker will mit einer Massenschließung von Filialen aus den roten Zahlen kommen. »Es werden wohl noch 500 bis 800 sein«, sagte Lars Schlecker, Sohn des Firmenpatriarchen Anton Schlecker, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Das Unternehmen, das wegen der Arbeitsbedingungen seiner Mitarbeiter immer wieder heftige Kritik auf sich gezogen hat, will seine übrigen Filialen modernisieren und sich ein neues Image verpassen. Schlecker betreibt in Deutschland mehr als 8000 und in ganz Europa 11000 Drogeriemärkte. »Wir haben sicher Fehler gemacht und können das Ruder nicht über Nacht herumreißen«, sagte Schlecker. Im Unternehmen habe sich eine »Angst-Kultur« eingeschlichen. Nun seien in letzter Zeit die Führungskräfte intensiv geschult worden. Die Zeit versteckter Kameras sei vorbei, und Dumping-Löhne werde es künftig ebenfalls nicht mehr geben.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.06.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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