-
05.05.2011
- → Natur & Wissenschaft
Für den Tourismus
Den 121 Krabbenfischern Niedersachsens sind Subventionen von der
Landesregierung zugesagt worden. Die Lage sei »so ernst wie
im ganzen letzten Jahrzehnt nicht«, erklärte
Ministerpräsident David McAllister (CDU) am Mittwoch nach
einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Erzeugergemeinschaft
Weser-Ems, Dirk Sander. Seit Ostern bleiben die Krabbenfischer an
Land. Sie wollen erst bei einem Marktpreis von drei Euro pro Kilo
wieder ausfahren. Zur Zeit liegt der Erzeugerpreis bei 1,57 Euro je
Kilo und deckt laut Sander nicht einmal die Betriebskosten der
Kutterfischer. Die Landesregierung übernimmt nun etwa die
durch eine EU-Auflage nötigen Investitionen für ein
elektronisches Logbuch. Zudem sollen vergünstigte Kredite der
landwirtschftlichen Rentenbank geprüft und Gespräche mit
den niederländischen Fischereivertretern geführt werden,
die laut Sander durch ihre Fischerei im Winter für das
aktuelle Überangebot gesorgt haben (»Die machen unsere
Familienbetriebe kaputt.«) McAllister fördert diese
Betriebe, weil sie von »landeskultureller Bedeutung«
sind: »Sie prägen das Hafenbild, sind aktive
Tourismusförderung.« (dapd/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Natur & Wissenschaft