Zum Inhalt der Seite

Auf gewisse Art benutzt

Computer, Autoren, Sensationen: Der US-Schriftsteller Jonathan Safran Foer gibt seinen Blackberry ab. Warum? »Weil ich ihn ständig benutze, weil ich mich nicht selbst reglementieren kann«, klagte der 34jährige der Frankfurter Rundschau, einer Zeitung vom sinkenden Sozi-Stern, die ihre noch viel existenzielleren Probleme auch nicht sonderlich gut »reglementieren« kann. Dem Blatt und anderen Problemregulierern schrieb ­Foer folgende Gewissensfrage ins Logbuch der Sentimentalitäten: »Stellen Sie sich vor, wir blicken am Ende unseres Lebens zurück und fragen uns, wieviel Zeit wir mit überflüssigen Dingen zugebracht haben. Ich glaube, daß wir dann noch einmal leben wollen«. (dapd/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 03.05.2011, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!