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Türkische Justiz arbeitet Folter auf

Istanbul. Zum ersten Mal untersucht die türkische Justiz die Folterungen in einem der berüchtigsten Gefängnisse des Landes. Die Staatsanwaltschaft in Diyarbakir im Kurdengebiet geht aufgrund von 700 Strafanzeigen den Berichten über Mißhandlungen nach dem Militärputsch von 1980 nach, wie die Zeitung Hürriyet am Freitag meldete. Es handele sich um die umfangreichsten Folterermittlungen in der Türkei überhaupt. Im Gefängnis von Diyarbakir waren zwischen 1980 und 1988 Tausende Menschen inhaftiert und mißhandelt worden. Erst seit der Abschaffung einer Schutzklausel für die Militärs im vergangenen Jahr dürfen die Folterungen untersucht werden. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.04.2011, Seite 6, Ausland

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