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16.04.2011
- → Ausland
Türkische Justiz arbeitet Folter auf
Istanbul. Zum ersten Mal untersucht die türkische Justiz die
Folterungen in einem der berüchtigsten Gefängnisse des
Landes. Die Staatsanwaltschaft in Diyarbakir im Kurdengebiet geht
aufgrund von 700 Strafanzeigen den Berichten über
Mißhandlungen nach dem Militärputsch von 1980 nach, wie
die Zeitung Hürriyet am Freitag meldete. Es handele sich um
die umfangreichsten Folterermittlungen in der Türkei
überhaupt. Im Gefängnis von Diyarbakir waren zwischen
1980 und 1988 Tausende Menschen inhaftiert und mißhandelt
worden. Erst seit der Abschaffung einer Schutzklausel für die
Militärs im vergangenen Jahr dürfen die Folterungen
untersucht werden. (AFP/jW)
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