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Band für Andreas Baader

Die Band 206 aus Halle ist wütender, als es die Demokratie erlaubt. »Die Kugeln spalten in Arm und Reich / in Böse und keingut«, haut Sänger Timm Völker die Wörter hinter seinem Strähnenpony raus. Das Lied heißt »Baader« und kämpft gegen die »Dum-Dum-Geschosse der Höflichkeit«. Völker erinnert entfernt an den jungen Schorsch Kamerun, nur daß 206 gleich politisch sind und es nicht schon wie Kame­runs Goldene Zitronen erst mühsam werden mußten. »Eine Band, auf die viele gehofft haben«, meint ihr Label. Die erste Platte heißt »Republik der Heiserkeit« und mischt die Edgar Broughton Band mit Gang of Four und frühen Cpt. Kirk. Ihre Hits heißen »Hallo Hölle« und »Kratzer To The Top«. 206 »wärmen sich am Feuer aus brennender Aktualität« (Intro) und zwar »präzise, kompromißlos, klug und ohne eitlen Zauber« (Vice). Am Samstag live um 21 Uhr im Magnet, ­Falckensteinstr. 48, Berlin. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.04.2011, Seite 13, Feuilleton

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