Zum Inhalt der Seite

Verfassungsschutz zählt »Extremisten«

Potsdam. Die Zahl der Neonazis in Brandenburg ist weiterhin hoch. Der Verfassungsschutz (VS) des Landes rechnete im vergangenen Jahr rund 1170 Personen der rechten Szene zu, wie Innenminister Dietmar Woidke (SPD) bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes am Freitag in Potsdam sagte. Gegenüber dem Vorjahr sei die Zahl um 60 Personen zurückgegangen. Es bestehe aber »keinerlei Grund für eine Entwarnung«. Woidke warnte auch vor »Linksextremisten«. Deren Kreis rechnete der VS im vergangenen Jahr 615 Personen zu, 300 von ihnen seien »gewaltbereite Autonome«

.(dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.03.2011, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!