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Neofaschistische Drohungen gegen Roma

Budapest. In Ungarn mehren sich besorgte Stimmen, die vor Überfällen von Neofaschisten auf Angehörige der Roma-Minderheit warnen. Grund ist eine von der rechtsextremistischen Parlamentspartei Jobbik unterstützte Gruppe, die in einem Dorf als »Bürgerwehr« aufgetreten ist und dies auch für andere Orte angekündigt hat. Roma-Organisationen, Menschenrechtler und die sozialistische Oppositionspartei MSZP protestierten am Montag dagegen, daß der Staat gegen diese Vorgänge nicht einschreite. Die uniformierte »Bürgerwehr«, die sich denhistorischen Gruß der ungarischen Faschisten »Szebb Jövöért« (»Für eine bessere Zukunft«) als Namen gegeben hat, »patrouillierte« seit Anfang März im Dorf Gyöngyöspata – angeblich von den Einwohnern gerufen mit der Begründung, daß sich von Roma verübte Diebstähle gehäuft hätten.(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.03.2011, Seite 2, Ausland

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