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Bundesbank will andere Geldpolitik

Frankfurt/Main. Die Bundesbank macht sich für einen Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes stark. Die Notenbanken stünden »mit dem Abklingen der unmittelbaren Auswirkungen der Krise« vor der Herausforderung, ihre Stützungsmaßnahmen zum richtigen Zeitpunkt zu beenden, schreibt die Bundesbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht März. Der Ausstieg sei notwendig, »um die längerfristig schädlichen Nebenwirkungen zu vermeiden«.

Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der Notenbanken müßten auch »in einem schwierigen makroökonomischen Umfeld bewahrt werden«. Die Europäische Zentralbank (EZB) und andere Notenbanken hatten in den jüngsten Krisen immer wieder ihre Geldschleusen weit geöffnet. Zuletzt stellte Japans Notenbank mehrfach Geldspritzen in Milliardenhöhe bereit, um das Finanzsystem des von Erbeben, Tsunami und Atomangst gebeutelten Landes zu stabilisieren. Kritiker warnen, die Geldschwemme heize zumindest mittelfristig die Infla­tion an.(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.03.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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