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Zwangsauszeit für Bankenchef

Madrid. Der Chef des größten Finanzinstituts der Euro-Zone, der Banco Santander, darf einem Gerichtsurteil zufolge für drei Monate nicht mehr in seinem Job arbeiten. Die am Donnerstag vom obersten spanischen Gerichtshof gegen Alfredo Saenz verhängte Strafe ist der Höhepunkt eines langen Verfahrens, in dem der 68jährige wegen falscher Anschuldigungen aus dem Jahr 1994 schuldig gesprochen wurde. Santander kündigte umgehend eine Berufung an und zeigte sich zuversichtlich, daß Saenz seine Arbeit auf dem Chefsessel fortsetzen kann.

(Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.03.2011, Seite 9, Kapital & Arbeit

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