Zum Inhalt der Seite

Sphinx oder Grabung

Der türkische Kulturminister Ertugrul Günay hat der Bundesregierung eine Frist gesetzt. Bis Juni soll die hethitische Sphinx aus dem Berliner Pergamon-Museum zurückgegeben werden. Anderenfalls werde dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI) das Grabungsrecht in Hattuscha entzogen, kündigte Günay im Tagesspiegel (Donnerstagausgabe) an. Das DAI gräbt seit 1907 nach Überresten der Hauptstadt des Hethiterreiches, anfangs zusammen mit der Deutschen Orientgesellschaft. Bis heute ist das archäologische Projekt in Anatolien eines der bedeutendsten der BRD. Ausgrabungen des DAI im westanatolischen Aizanoi, die seit 85 Jahren laufen, wurden kürzlich bereits von der Türkei gestoppt. Zur kommenden Grabungssaison ist eine türkischen Universität damit beauftragt. (dapd/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 25.02.2011, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!