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21.02.2011
- → Ausland
Frontex: »Solidarität« gegen Flüchtlinge
Lampedusa. Die europäische Grenzschutzagentur Frontex hat am
Sonntag ihren Einsatz in Italien begonnen. Vor rund einer Woche
waren Tausende Immigranten mit Booten auf der kleinen Felsinsel
Lampedusa südlich von Sizilien angekommen. Nun sollen laut
italienischen Medienberichten zunächst mindestens ein Flugzeug
und zusätzliche Patrouillenboote an der italienischen
EU-Außengrenze eingesetzt werden. Rom hatte die EU am
Mittwoch offiziell um Hilfe gebeten, nachdem mehr als 5000
tunesische Bootsflüchtlinge auf Lampedusa gelandet
waren.
EU-Binnenkommissarin Cecilia Malmström bezeichnete den Frontex-Einsatz am Samstag in Brüssel als ein »deutliches Signal der Solidarität der EU-Mitgliedstaaten«. Laut Malmström solle ein Großteil der Flüchtlinge in den nächsten Tage nach Nordafrika zurückgeschickt werden. Nach Presseberichten werden in dieser Woche zudem etwa 30 Experten anderer EU-Staaten auf Lampedusa erwartet. Sie sollen – ebenfalls von Frontex koordiniert – Italien helfen, die Nationalität der Flüchtlinge festzustellen. (jW)
EU-Binnenkommissarin Cecilia Malmström bezeichnete den Frontex-Einsatz am Samstag in Brüssel als ein »deutliches Signal der Solidarität der EU-Mitgliedstaaten«. Laut Malmström solle ein Großteil der Flüchtlinge in den nächsten Tage nach Nordafrika zurückgeschickt werden. Nach Presseberichten werden in dieser Woche zudem etwa 30 Experten anderer EU-Staaten auf Lampedusa erwartet. Sie sollen – ebenfalls von Frontex koordiniert – Italien helfen, die Nationalität der Flüchtlinge festzustellen. (jW)
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