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Moores Millionen

US-Dokfilm-Regisseur Michael Moore hat die Produzenten seiner Dokumentation »Fahrenheit 9/11« verklagt. Der Oscar-Preisträger wirft den Brüdern Harvey und Bob Weinstein vor, ihm mindestens 2,7 Millionen US-Dollar (knapp zwei Millionen Euro) an Gewinnen vorenthalten zu haben, wie der Hollywood Reporter berichtete. Die am Montag in Los Angeles eingereichte Klage werfe den Gründern des Filmstudios Miramax unter anderem Vertragsbruch und Betrug vor. Demnach hatte Moore 2008 schwerwiegende Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung zu seinen Lasten festgestellt. Der Regisseur monierte etwa »maßlose Reisekosten« wie das Chartern eines Privatjets für einen einzigen Passagier. Der Anwalt der Weinstein-Brüder wies die Vorwürfe zurück. Die Produzenten hätten alles gezahlt, wozu sie verpflichtet gewesen seien. Moore hatte sich in »Fahrenheit 9/11« mit der US-Politik nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon beschäftigt. Die Dokumentation hatte weltweit 222 Millionen Dollar eingespielt. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.02.2011, Seite 12, Feuilleton

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